Worte einer Schneidergesellin

Die Geschichte von Navuga Joyce

Mein Name ist Navuga Joyce. Ich bin 20 Jahre alt und trat im März 2021 in das Teddy-Schneidereizentrum ein. Ich musste die Ausbildung jedoch aufgrund des Lockdowns ab Mai abbrechen, habe diese aber gerade wieder aufgenommen.
Ich beendete 2018 meine vierjährigen Oberstufe der unteren High School. Meine Mutter sagte, dass sie im Moment kein Geld hätte, um wieder zur Schule zu gehen. Ich musste zu Hause sitzen, während ich darauf wartete, dass meine Mutter etwas Geld sparte. Vom Regen kam ich in die Traufe, denn zur gleichen Zeit begann die Covid-Pandemie und das bisschen Hoffnung, das ich hatte, ging in Luft auf. Ich musste noch ein Jahr zu Hause sitzen. Seitdem hat sich die Situation meiner Mutter verschlechtert.
Während ich meine zerrissenen Kleider zum Nähen zum Schneider gebracht hatte, fiel mir ein, dass die Dame früher Uniformen mit in die Schule brachte. Ich hatte eine Idee und fragte sie, ob sie mir das Nähen beibringen könnte. Sie sagte, dass sie andere Mädchen wie mich unterrichtet und mir von den Voraussetzungen erzählte, die ich brauchte, um an ihrer Schule teilzunehmen. Ich ging nach Hause und erklärte alles meiner Mutter, die mich auch unterstützte. Sie verkaufte den Mais, den sie hatte, und gab mir das Geld für das Material und die paar Schulgebühren, die ich an Madam Joyce, die Schneiderin, zahlen sollte. So kam ich ins Schneidereizentrum.
Ich habe jetzt bereits zwei Monate im Zentrum verbracht, aber ich kann schon ein Hemd, einen Rock und eine Uniform für ein Kindergartenmädchen nähen. Ich bin glücklich, weil ich jetzt eine Eignung habe, die ich anwenden und damit meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Ich bin mit dem Zentrum zufrieden, auch wenn es ein kleiner Ort ist, an dem wir uns alle zusammenquetschen müssen. Manchmal – wenn wir zum Beispiel lernen, ein Stück Stoff zuzuschneiden – müssen einige von uns rausgehen, um Platz für andere zum Zuschneiden zu schaffen.
Nach meiner Ausbildung träume ich davon, einen Platz an der Straße zu mieten, eine Schneiderei zu eröffnen und mich damit selbstständig zu machen. Ich rede immer noch mit meiner Mutter darüber, etwas Geld zu sparen, damit ich mir bis zum Ende meines ersten Jahres eine eigene Nähmaschine anschaffen kann. Ich weiß, dass die Tage für meine Mutter immer noch hart sind, aber von Gottes Gnaden bekomme ich eine Maschine und miete auch eine eigene Wohnung.
Ich danke Frau Joyce, die dieses Zentrum gegründet hat, und allen Spendern wie Frau Schummer und Frau Teddy, die es ihr ermöglicht haben, dieses Zentrum zu gründen.

Sie gab Mädchen wie mir tatsächlich Hoffnung im Leben.


(im Folgenden ist die englische Originalversion)

A Student's Voice

Navuga Joyce's story

"My name is Navuga Joyce. Am 20 years old. I joined Teddy tailoring center in March 2021, but I had to break the training due to the lockdown starting in May. I have just resumed the training.
I finished my senior four years of lower high school in 2018. My mother said that she did not have money at a moment for me to go back to school. I had to sit at home while I waited for my mother to save up some money. Bad enough, that was when the Covid pandemic hit the country and even the little hope I had was shuttered. I had to sit at home for another year. Since then, my mother’s situation worsened.
While I had taken my torn clothes to the tailor for sewing, I remembered that the lady used to bring uniforms to school. I got an idea and I asked her if she could train me to sew. She said that she teaches other girls like me and she told me all the requirements I needed to join her school. I went back home and explained everything to my mother who was supportive. She sold the maize she had and gave me the money for the material and some school fees to pay to Madam Joyce, the tailor. This is how I joined the tailoring centre.
I have now so far spent only two months in the centre but I can already make a dress shirt, a skirt and a uniform for a kindergarten girl. Am happy because I now have a skill I can use and earn a living. Am happy with the centre, even though it is a small place where we all have to squeeze ourselves. Sometimes when we’re learning for example to cut a piece of fabric, some of us have to get out to make room for others to cut.
After my training, I have a dream to rent a place by the road side and open up a tailoring shop and start a business of my own. I am still talking to my mother about saving up some money so that I acquire a sewing machine of my own by the time I finish my one year. I know days are still hard for my mother but by the grace of God I get a machine and also rent a place of my own.
I thank Ms Joyce who started this centre and all the donors like Mrs Schummer and Mrs Teddy who enabled her to start this centre. She indeed gave girls like me hope in life."

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